Trierischer Volksfreund vom 26.10.2010

Trierer Kunstturm in der Medard-Schule: Fortsetzung folgt
Trier. Die erste Ausstellung in der wohl kleinsten Kunstgalerie der Welt ist beendet: Schülerinnen und Schüler der Medard-Schule in Trier haben nun die Exponate im kürzlich eröffneten "Trierer Kunstturm" abgehängt (der TV berichtete von der Eröffnung). Für die Vorweihnachtszeit kündigt der stellvertretende Schulleiter der Medard-Schule, Bernhard Maria Müller, die nächste Ausstellung an.
Für das kommende Jahr sind Projekte mit der Fachhochschule und Künstlern aus der Region geplant. Der Kunstturm wendet sich an Schulen, Jugendeinrichtungen, Künstler und Kunstvereine. Er versteht sich als offener Kunst- und Kommunikationsraum. Ziel ist es, unterschiedliche gesellschaftliche Strukturen zu vernetzen und gleichzeitig ein kultur-pädagogisches Angebot zu schaffen. An einem Projekt interessierte Künstler, Studenten oder Schulklassen können sich mit der Medard-Schule unter der Telefonnummer 0651/ 99379680 in Verbindung setzen.
 


Trierischer Volksfreund vom 29.09.2010

Kunst auf einem Quadratmeter
von unserer Mitarbeiterin Irina Figut
Der Trierer Kunstturm, ein kulturpädagogisches Projekt der Medard-Schule, ist nun öffentlich zugänglich. Vertreter aus Politik und Bildung haben die Bilderausstellung auf dem Schulhof offiziell eröffnet. Sie ist noch bis zum 17. Oktober zu sehen.

Trier. Voller Aufregung dreht Baudezernentin der Stadt Trier, Simone Kaes-Torchiani, einen kleinen Schlüssel in der Holztür um. Die Spannung steigt, der Trierer Kunstturm öffnet sich dem Publikum. Die Stadtbeigeordnete enthüllt den Bau vor zahlreichen Lehrern, Schülern und deren Eltern.
 
Der Turm ist ein kulturpädagogisches Projekt der Medard-Schule mit den Förderschwerpunkten Lernen und Sprache, das den Schülern die Kunst auf eine andere Art näher bringen will. Die genau ein Quadratmeter große Galerie im Holzbau zeigt Gemälde renommierter Trierer Künstler.

"Auf so einer kleinen Fläche den Raum zu schaffen, allein das ist schon eine Kunst", sagt Kaes-Torchiani bei der Eröffnung. 60 Fundamente und ein halbes Jahr Bauzeit waren nötig, um die wohl kleinste Kunstgalerie der Welt aufzubauen. Ein Architekt, zahlreiche Sponsoren, Helfer und Vertreter der öffentlichen Institutionen haben das Projekt unterstützt. Aber auch die Schüler selbst halfen aktiv mit: Sie planten das Baukonzept, entwickelten Plakate und gestalteten den Grünbereich.

"Die Mädchen und Jungen erhalten so den Einblick in ganz verschiedene Gewerke. Sie bekommen auch die Möglichkeit, in Kontakt mit Menschen außerhalb der Schule zu treten", sagt Rainer Graß, Leiter der Medard-Schule.

Die Ausstellung ist bis zum 17. Oktober im Schulhof, Medard-Straße 2, zu sehen. Geöffnet ist sie von Montag bis Freitag von 10 bis 12 Uhr und von 15 bis 16 Uhr, samstags von 11 bis 13 Uhr, sonntags von 11 bis 16 Uhr. Der Eintritt ist frei.



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Trierischer Volksfreund vom 25.07.2010

Der Kunstturm wächst

Trier. (red) Der Kunstturm wächst und wächst: Die Schüler der Trierer Medard-Förderschule bauen fleißig weiter an ihrer "kleinsten Galerie der Welt", die eine Grundfläche von einem Quadratmeter hat und vier Meter hoch ist. Bei dem kulturpädagogischen Arbeitsweltprojekt wird die Schule von Auszubildenden der Handwerkskammer Trier und ihren Ausbildungsmeistern (Foto) unterstützt. Eröffnet wird der Kunstturm im September. Zum Auftakt präsentieren 25 renommierte Künstler aus der Region dort ihre Arbeiten. Anschließend sind Ausstellungen von Schulen, ein Kunstprojekt mit Studenten, Kunst-Wettbewerbe und andere Aktionen geplant. Die Schüler übernehmen die Verwaltung des Turms. Die jungen Leute werden so an die Arbeitswelt herangeführt. Infos: www.trierer-kunstturm.de




Trierischer Volksfreund vom 13.04.2010

Die vermutlich kleinste Galerie der Welt
Von unserer Mitarbeiterin Katrin Bernard
Der Trierer Kunstturm ist ein kulturpädagogisches Projekt der Medard-Schule Trier und verschiedener Firmen. Am heutigen Mittwoch ist die Grundsteinlegung für die genau einen Quadratmeter große Galerie.

Trier. Mit dem Trierer Kunstturm der Medard-Schule (Schule mit den Förderschwerpunkten Lernen und Sprache) entstehen gleichzeitig zwei Projekte. Zum einen wurde zur Planung und Umsetzung des Projekts eine sogenannte Schülerfirma gegründet. Die Schüler waren an der Organisation beteiligt und werden sich auch weiterhin um den Kunstturm kümmern. Zum anderen bietet das Objekt nach seiner Fertigstellung einen Raum, der zur sozialen Vernetzung der verschiedenen Einrichtungen wie Kindergärten und Kunstvereinen beitragen soll.
 
"Die Idee des Kunstraums versucht, Kunst unter besonderen Fragestellungen im regionalen und überregionalen Raum zu kommunizieren", sagt Bernhard Müller, stellvertretender Leiter der Medard-Schule.
 
Mit der "Schülerfirma" werden Fächer wie Bildende Kunst, Deutsch, Mathematik aber auch Hauswirtschaftslehre und Biologie miteinander vernetzt. Über die verschiedenen Aufgaben wie Öffentlichkeitsarbeit, Finanzen und Gastronomie verschmelzen die eigentlich in getrennten Fächern behandelten Bereiche.
 
Unter der Leitung von Lehrern und Architekten arbeiten die Schüler aus den Klassen fünf, sechs, neun und zehn gemeinsam. "Mir gefällt die Arbeit, die gute Stimmung, und später kann man stolz darauf sein, dass man mitgeholfen hat", erzählt Pascal, der in die zehnte Klasse geht. Außerdem lerne man dabei selbstständig zu arbeiten. Seine Klassenkamaradin Adriane ist ebenfalls begeistert: "Vielleicht können wir später dort mal selbst was ausstellen." Auch nach der Fertigstellung des Turms werden die Schüler in einer wöchentlichen Arbeitsgemeinschaft weiterhin das Projekt betreuen. Der Unterricht soll hiermit zudem handlungsorientierter werden. Die Schüler schnuppern dadurch auch in die Berufswelt hinein. "Die Mitwirkung an diesem Projekt ist für die Persönlichkeitsentwicklung der Schüler von großer Bedeutung, da sie freiwillig Verantwortung übernehmen", sagt Müller.
 
Den Ausstellungs- und Aktionsraum können verschiedene Einrichtungen nutzen. Er steht zudem auch als Ausstellungsraum für professionelle Künstler zur Verfügung.
 
Finanziert wird der Kunstturm durch die Schülerfirma der Medard-Schule und durch verschiedene Sponsoren. Die Kosten des Projektes betragen etwa 5500 Euro. Partner des Projektes sind unter anderen die Handwerkskammer Trier, die Stadt Trier, Baufirmen, aber auch Kunstvereine und Stiftungen.
 
Die Grundsteinlegung für die Galerie an der Medard-Schule ist am heutigen Mittwoch, 14. April, um 12 Uhr durch den Beigeordneten der Stadt Trier, Thomas Egger, und den leitenden Regierungsschuldirektor der Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion Trier, Hubert Weis.



Rathauszeitung vom 20.04.2010

Kleinste Galerie der Welt

Mit einer Grundfläche von nur einem Quadratmeter entsteht an der Medard-Schule in Trier-Süd ein vier Meter hoher Kunstturm, der ab August die „kleinste Galerie der Welt“ beheimaten soll. Kulturdezernent Thomas Egger bezeichnete das kulturpädagogische Projekt als Musterbeispiel schulischen und bürgerschaftlichen Engagements.
„Der Kunstturm entsteht auf einer so kleinen Fläche, aber er strahlt in die ganze Stadt“, lobte Egger bei der Grundsteinlegung, bei der zahlreiche Repräsentanten des öffentlichen Lebens und Unterstützer zugegen waren. Die „Kleinste Galerie der Welt“, die auf eine Idee von Bernhard Müller, stellvertretender Leiter der Medard-Schule, zurückgeht, wird von Schülern mit Architekten und Handwerkern geplant, gestaltet und gebaut. Im Rahmen ihres Unterrichts an der Schule mit den Förderschwerpunkten Lernen und Sprache sind sie in das Projekt eingebunden, vom Konstruktionszeichnen über die Gestaltung und Pflege des gärtnerischen Umfelds bis hin zur Abwicklung der Finanzen.
„Die Mitwirkung an dem Projekt ist für die sozial-emotionale Persönlichkeitsentwicklung der Schüler von weit reichender Bedeutung, weil sie freiwillig Verantwortung übernehmen, sich durch ihre Arbeit präsentieren können und damit Anerkennung und Selbstbewusstsein erlangen“, so Müller. Durch Einbinden in ein Team von Mitschülern und insbesondere von außerschulischen Fachkräften würden sie zudem auf die Berufswelt vorbereitet. Nach der Fertigstellung soll der rund 5 500 Euro teure Kunstturm, der über Spenden und aus von einer Schülerfirma erwirtschaftetem Geld finanziert wird, sowohl Austellungsmöglichkeiten für die Medard-Schule, als auch für professionelle Künstler, andere Schulen, Einrichtungen und Kindergärten bieten. Kooperationen mit Museen, Ateliers und Kunstschaffenden seien ebenfalls denkbar. Hubert Weis, Leitender Regierungsschuldirektor der Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion (ADD), lobte den Einsatz der Schüler beim Ausheben der Baugrube und beim Gießen der Fundamente und wünschte ihnen eine gute Zusammenarbeit mit Kunstschaffenden. Die „kleinste Galerie der Welt“ ist ein kulturpädagogisches Projekt, das sich der Kunst nachhaltig, interdisziplinär und grenzüberschreitend öffnet. Sie lädt Schüler und Lehrer ein, mit Kunst zu lernen, sie zu beschnuppern und selbst zu gestalten. Die Ausstellungsfläche versteht sich laut Müller als offener, aktiver Kunst- und Kommunikationsraum, der nachhaltiges Lernen und Lehren in einer sich immer wieder verändernden Umgebung anstrebt. Der Turm sei nicht nur ein besonderer Lernort für Kunsterziehung, sondern biete gleichzeitig auch einen Raum für Auseinandersetzungen mit Grundsatzfragen, etwa neue Impulse des Projektlernens oder  handlungsorientierter Unterricht. Projektpartner sind die Stadt, die Handwerkskammer, die ADD, die Abtei St. Matthias sowie zahlreiche Firmen, Vereine, Architekten und Privatpersonen.